Wirtschaftsforum Obermain-Jura unterstützt unsere Bildungsprojekte in der Region Lichtenfels

Die Frage bleibt: Wie können Jugendliche an die heimischen Unternehmen gebunden werden? Schule fertig – und dann? Ist die zweite Frage die sich in diesem Zusammenhang stellt. Die „Stiftung Lebenspfad“  ist der Ansicht, dass Mensch und Wirtschaft, Jung und Alt, Schüler und Studenten, Lehrer und Eltern, Azubis, Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Unternehmer und regionale Verantwortungsträger ein gemeinsames großes Ganzes bilden: unsere Gesellschaft. Aus diesem Grundgedanken heraus hilft die Stiftung Lebenspfad jungen Menschen, sich eigenständig, verantwortungsvoll und selbstfürsorglich in ein erfülltes Berufsleben aufzumachen. Azubis und Studienabgänger gewinnen, das geht auch erfolgreich, wenn man Talente kennenlernt, bevor sie ans Bewerben denken. Im Alter von 14, 15 oder 16 Jahren, aber auch als Student, kann man keine wirkliche Vorstellung haben, wie sich das Arbeitsleben anfühlt. Dennoch sollten  sich Jugendliche in dieser Phase entscheiden: Auf welchen Bildungsweg spezialisiere ich mich? Welchen Beruf will ich ergreifen? Wo liegen eigentlich meine Stärken, was macht Sinn und Spaß? Und hier hilft die Stiftung Lebenspfad. Sie hilft Jugendlichen dabei, selbst herauszufinden, was für sie das Richtige ist. Durch altersgerechte Workshops, Camps und Rollenspiele mit Arbeitgebern lassen die Schüler verstehen, worauf es in welchem Beruf tatsächlich ankommt.

Ein offenes sich Einbringen und das praktische Erkunden neuer Horizonte führen zu der Erkenntnis, was man wirklich werden soll und will. Dafür wurde der sogenannte Business-Führerschein konzipiert. Es handelt sich dabei um ein Spezialprogramm für motivierte Jugendliche in Gymnasium, Realschule oder der FOS. Um ein hohes Niveau sicherzustellen, müssen sich die Interessenten für eine Teilnahme bewerben. In mind. 9 Unterrichtseinheiten, machen sich Schüler in einem Kurs mit den Schlüsselkompetenzen der Arbeits- bzw. Wirtschaftswelt vertraut. Themen sind u. a. soziale Kompetenzen (Teamwork, Kommunikation, ethisches Miteinander, Medienkompetenz), ein souveräner Auftritt (Selbstdarstellung, Business-Knigge, Debating), Grundlagen unternehmerischen Handelns (richtig Wirtschaften, Projektmanagement, Design und Innovation, Nachhaltigkeit) und Selbstfürsorglichkeit (Gesunde Lebensführung, Motivation). Die Teilnehmer lernen Unternehmer kennen, die aus der Praxis plaudern und erleben im Modul „Schüler als Bosse“ auch einen Tag als Führungskraft. Ein großes Engagement zeigt dabei das Wirtschaftsforum Obermain- Jura.

Das Wirtschaftsforum und der Landkreis Lichtenfels werden nicht müde für den zukünftigen Unternehmer-Nachwuchs zu werben. Und die ersten Erfolge können sich sehen lassen. Bereits an fünf Schulen im Landkreis ist das Projekt im Moment in diesem Jahr unterwegs. 132 Schüler waren im letzten Jahr dabei. Und diesen macht das Ganze auch noch riesigen Spaß. Schüler Elias Rühr: Das ist mal was ganz anderes als der klassische Wirtschaftsunterricht. Man lernt Dinge fürs allgemeine Leben und entwickelt sich für einen möglichen Job weiter. Die Referenten kommen aus der Praxis. Das hilft mir, mich zu orientieren, wohin ich nach der Schule mal kommen will. Der Schulleiter des Gymnasiums Burgkunstadt Thomas Meier sieht den Business-Führerschein als ein exzellentes Angebot für Schüler/innen, schon in der Mittelstufe hochkarätige Module mit professionellen Referenten zu besuchen. Die hier erworbenen Kompetenzen können sowohl in der Schule als auch in der späteren Studien- und Berufslaufbahn entscheidende Vorteile verschaffen. Unternehmer Michael Limmer denkt bei dem Ganzen besonders an die Region. Der Businessführerschein offenbart das unglaublich gute Potenzial unserer Region auf einfache Weise. Ausbildungsbetriebe, Chefs und Schüler lernen sich auf Augenhöhe kennen und erfahren so viel voneinander, was vorher unbekannt bzw. gänzlich unbeachtet war. Dies bringt die Region voran und stärkt die regionale Vernetzung. Und jeder lernt hier von jedem! Am Ende steht ein Zertifikat für die Schüler, dass selbst bei Vorstellungsunterlagen in Firmen gern gesehen ist. Natürlich sind dazu auch finanzielle Mittel notwendig. Deshalb unterstützt neben zahlreichen Trägern auch das Wirtschaftsforum Obermain-Jura das Projekt mit einer Spende von 500 €uro.

Im Bild: Bei der Übergabe an Elke Gillardon Vorsitzende der Stiftung Lebenspfad von links nach rechts Christian Dietz (3. Vorsitzender Wirtschaftsforum Obermain-Jura) und Michael Limmer (2. Vorsitzender Wirtschaftsforum Obermain-Jura) Elke Gillardon Vorsitzende der Stiftung Lebenspfad in 1. Vorsitzender Wirtschaftsforum Obermain-Jura Erhard Ströhl

Text und Bild: © Roland Dietz, Altenkunstadt